
Schwesig bezeichnete die AfD als "gefährliche Partei für unser Land, für die Wirtschaft, für das soziale, auch für uns Frauen". Holm warf der SPD-geführten Landesregierung vor, das Falsche für das Bundesland zu tun. So kritisierte er die von Schwesig verantwortete Rettung von Werften. Die Menschen hätten Angst, dass damit ein Krieg befeuert werde. Schwesig erklärte, sie würde als Ministerpräsidentin nie etwas tun, was die Sicherheit gefährde.
AfD will bei Kinderbetreuung sparen, SPD will Spitzenverdiener stärker besteuern
Beide Kandidaten bekannten sich zur Fortführung der gebührenfreien Kita-Betreuung. Schwesig forderte, die steigenden Kosten über höhere Besteuerung von Spitzenverdienern gegenzufinanzieren. Holm regte an, im Betreuungssystem zu sparen, indem man besser kontrolliere, dass nur jene Eltern, die wirklich einen Vollzeitplatz brauchten, auch einen erhielten.
In der Debatte ging es auch um Themen, die über das Bundesland hinausgehen. Holm kritisierte den zwischenzeitlich von der SPD erwogenen Preisdeckel für Benzin als "Plan aus der SPD-Mottenkiste". Schwesig entgegnete, die AfD stelle sich mit ihrem Ruf nach einer Wiedereinführung des Tankrabatts an die Seite der Mineralölkonzerne.
Beide Kontrahenten treffen am 16. September noch einmal aufeinander. Am 20. September wird in Mecklenburg-Vorpommern ein neuer Landtag gewählt; zeitgleich wählt auch Berlin ein neues Abgeordnetenhaus. In der jüngsten Umfrage von Infratest dimap im Auftrag des NDR kam die AfD in Mecklenburg-Vorpommern auf 35 Prozent. Die SPD erhielt 32 Prozent.
Diese Nachricht wurde am 10.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
