Sachsen
Aktionsplan gegen Extremismus an Schulen

Sachsen will mit einem Aktionsplan gegen Extremismus an Schulen vorgehen. Bei der Vorstellung in Dresden begründete Kultusminister Clemens die geplanten Maßnahmen mit einem starken Anstieg entsprechender Fälle. Man wolle die Schulen mit dieser Entwicklung nicht alleine lassen, Extremismus, egal in welcher Form, habe dort nichts verloren.

    Conrad Clemens (l-r, CDU), Kultusminister, Constanze Geiert (CDU), Justizministerin, und Armin Schuster (CDU), Innenminister, präsentieren einen Aktionsplan gegen Extremismus an Schulen in Sachsen.
    Vorstellung Aktionsplan gegen Extremismus an Schulen in Sachsen (Robert Michael / dpa)
    Im Jahr 2014 habe es an den Schulen im Freistaat noch 55 sogenannte besondere Vorkommnisse gegeben, 2024 seien es schon mehr als 1.600 gewesen, erklärte der CDU-Politiker.
    Die 15 Maßnahmen in dem ressortübergreifenden Aktionsplan setzen neben Prävention bei Schülern auch auf Fortbildungen für Lehrkräfte, damit diese extremistische Tendenzen besser erkennen und einordnen können. Demokratiebildung und Medienkompetenz sollen stärker im Lehrplan verankert werden, um mehr Widerstandsfähigkeit gegen Desinformation und Radikalisierung zu erzeugen. Zudem wird für die Schulen zur besseren Reaktion auf Verdachtsfälle ein Direktkontakt zum polizeilichen Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrum eingerichtet.
    Diese Nachricht wurde am 18.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.