Westjordanland
Aktivisten bringen eingeschlossenen Palästinensern Lebensmittel

Im Westjordanland haben israelische und internationale Aktivisten palästinensischen Familien Lebensmittel gebracht, die seit Tagen von israelischen Siedlern belagert werden.

    Israelische Soldaten stehen im besetzten Westjordanland im Dorf Kusra südlich von Nablus neben Siedlern Wache vor palästinensischen Häusern, die sie abgeriegelt haben.
    Israelische Soldaten stehen im besetzten Westjordanland im Dorf Kusra südlich von Nablus neben Siedlern Wache vor palästinensischen Häusern, die sie abgeriegelt haben. (Nidal Eshtayeh / AP / dpa / Nidal Eshtayeh)
    Soldaten der Armee stoppten die Helfer zunächst, ließen dann aber doch einige von ihnen zu dem Dorf Kusra durch. Dieses ist seit Sonntag von den radikalen Siedlern umstellt, weshalb die Bewohner ihre Häuser nicht verlassen können und von der Versorgung abgeschnitten sind.
    Die Belagerung stößt auch im Ausland auf Kritik. Die französische Regierung forderte die israelischen Behörden auf, die Täter festzunehmen und vor Gericht zu stellen. Der US-Botschafter in Israel, Huckabee, hatte die Siedler am Donnerstag als "israelische Terroristen" bezeichnet. Die israelische Armee hatte zuletzt ihre Präsenz in der Region verstärkt, um gegen die Siedlergewalt vorzugehen.
    Diese Nachricht wurde am 15.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.