Ukraine
Aktivisten: Einwohner besetzter Gebiete werden zu Teilnahme an russischer Parlamentswahl gedrängt

Die Einwohner in den von Russland besetzten Gebieten der Ukraine werden nach Angaben ukrainischer Aktivisten zur Teilnahme an der russischen Parlamentswahl gedrängt.

    Ein Mann betritt eine Wahlkabine in einem Wahllokal in Donezk während der Wahlen zur Staatsduma, dem Unterhaus des russischen Parlaments.
    Die russische Parlamentswahl wird wie hier in Donezk auch in den besetzten Gebieten in der Ukraine abgehalten. (imago / SNA / Alexander Gayuk)
    Die Menschenrechtsorganisation Donbas SOS erklärte, Mitglieder der Wahlkommissionen gingen dort von Haus zu Haus, um die Menschen zur Stimmabgabe zu zwingen. Dabei würden sie von russischen Soldaten und Sicherheitskräften begleitet. Beschäftigten im öffentlichen Dienst würde zudem mit Entlassung gedroht, sollten sie nicht wählen gehen.
    Mehrere ukrainische Menschenrechtsorganisationen riefen die Einwohner der besetzten Gebiete dazu auf, die Wahl zu boykottieren. Das Abhalten russischer Wahlen dort sei ein Versuch Moskaus, die Annexion ukrainischer Gebiete zu legitimieren, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung.
    Diese Nachricht wurde am 19.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.