
Auf der asiatischen Seite der Stadt zogen sie mit Trillerpfeifen durch die Straßen, um auf die Rechte von Schwulen, Lesben, Bisexuellen, trans Personen und queeren Menschen aufmerksam zu machen. Die Versammlung wurde laut Augenzeugen von Beamten in Zivil aufgelöst. Medienberichten zufolge gab es mindestens 50 Festnahmen. Die Organisatoren des Protestzugs erklärten, man werde sich nicht mit Verboten zum Schweigen bringen lassen.
Die Pride-Parade in Istanbul wird seit 2015 jedes Jahr verboten. In der Regel begründen die Behörden ihr Vorgehen mit Sicherheitsbedenken. Der islamisch-konservative Präsident Erdogan positioniert sich jedoch deutlich gegen die öffentliche Sichtbarkeit von Personen des LGBTQ-Spektrums aus Gründen der traditionellen Familienpolitik.
Diese Nachricht wurde am 28.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
