
Einige schwenkten auf den Fluren des Konferenzzentrums Fahnen. Bei den Aktivisten handelte es sich vor allem um Studenten und Vertreter indigener Völker. Sie protestierten lautstark gegen die Zerstörung des Regenwalds und forderten mehr Mitspracherecht bei der Bewirtschaftung des Amazonasgebiets. Das Oberhaupt des Kayapo-Volkes, Raoni Metuktire, sagte der Nachrichtenagentur Reuters, viele Indigene seien verärgert über laufende Industrie- und Entwicklungsprojekte im Regenwald.
Die Aktivisten hatten offenbar vorher an einer Kundgebung im Zentrum der Tagungsstadt Belém teilgenommen. Die geschätzt 3.000 Teilnehmer forderten dort eine bessere Gesundheitsbetreuung der indigenen Bevölkerung Brasiliens. Außerdem protestierten sie gegen die Entscheidung der Regierung, vor der Amazonasküste nach Öl und Gas zu bohren. Am späten Abend (Ortszeit) hatte sich die Lage wieder beruhigt.
Mehr als 50.000 Teilnehmer erwartet
An der UNO-Klimakonferenz in Brasilien beteiligen sich Delegationen aus mehr als 190 Staaten. Zentrale Themen sind die nationalen Klimaschutzzusagen zur Begrenzung der Erderwärmung und die Finanzhilfen reicher Staaten für den Klimaschutz. Darüber hinaus soll es um Anpassungsmaßnahmen an die Erderwärmung in ärmeren Ländern gehen.
Nach Angaben des UNO-Flüchtlingshilfswerks haben die Folgen des Klimawandels in den vergangenen zehn Jahren weltweit 250 Millionen Menschen in die Flucht getrieben. Das wären rechnerisch 70.000 pro Tag. Die meisten Menschen flüchten innerhalb der Grenzen ihrer Länder.
Diese Nachricht wurde am 12.11.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
