Australien
Albanese will Social-Media-Verbot prüfen lassen - Mehr Befugnisse geplant

Die Regierung in Australien will rund ​ein halbes Jahr nach der Einführung des weltweit ersten Social-Media-Verbots für Kinder nachbessern.

    Eine Person hält Telefon mit der YouTube-App vor einen Bildschirm mit Informationen zu Australiens neuen Altersbeschränkungen für soziale Medien.
    Sechs Monate nach Inakrafttreten des Social-Media-Verbots für Kinder und Jugendliche in Australien soll die Regelung nachgebessert werden (Archivbild). (picture alliance / imageBROKER / Infinity News Collective)
    Premierminister ‌Albanese ⁠sagte dem Sender ABC, ein Schwerpunkt sei, die Internet-Aufsichtsbehörde mit mehr Befugnissen auszustatten. Seit Dezember sind Plattformen wie Instagram, Facebook und TikTok in Australien gesetzlich dazu verpflichtet, Nutzer unter 16 Jahren zu sperren oder deren Registrierung zu verhindern. Einer kürzlich veröffentlichten Studie zufolge nutzten allerdings drei ⁠Monate ⁠nach Inkrafttreten des Verbots noch 85 Prozent der Australier im Alter von zwölf bis 15 ⁠Jahren weiterhin Soziale Medien. Ein Großteil der Nutzer umging die Vorgaben, indem sie bei den Netzwerken ein höheres Alter angaben oder bei der Registrierung ein Bild einer älteren Person nutzten.
    Die ​Regierung und die Behörden in Australien haben bereits rechtliche Schritte gegen mehrere Plattformen angekündigt.
    Diese Nachricht wurde am 26.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.