Spanien
Alhambra in Granada wegen Erdbeben-Schäden geschlossen

Nach dem zweiten Erdbeben in der südspanischen Stadt Granada binnen weniger Tage ist die Alhambra wegen Schäden an dem Komplex vorerst geschlossen worden. Eine erste Überprüfung der mittelalterlichen Palastanlage habe zwar keine nennenswerten strukturellen Schäden ergeben, aber einige an nicht-tragenden Elementen, sagte der andalusische Katastrophenschutzbeauftragte Sanz.

    Eine burgähnliche riesige Palastanlage im Grünen vor dem Hintergrund von Bergen.
    Nach Erdbeben ist die Alhambra geschlossen (Archivbild). (imago / José Antonio Moreno)
    Betroffen seien unter anderem Zinnen, Putzflächen und Dekorationselemente. Nach einem ersten Erdbeben der Stärke 5,0 hatte es gestern ein weiteres mit einer Stärke von 4,8 gegeben. Mehrere Menschen wurden leicht verletzt. Die Alhambra in Granada entstand in ihrer heutigen Gestalt vor allem vom 13. bis zum 15. Jahrhundert unter der letzten muslimischen Dynastie auf der iberischen Halbinsel. Nach der Eroberung Granadas durch die Katholischen Könige 1492 wurde der Komplex zur königlichen Residenz. Vergangenes Jahr besuchten 2,7 Millionen Touristen die UNESCO-Welterbestätte.
    Diese Nachricht wurde am 19.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.