Freitag, 12. April 2024

Demokratie
Altbundespräsident Wulff sieht deutsche Wähler mit Migrationshintergrund als entscheidenden Faktor im Kampf um die Demokratie

Menschen mit einer Zuwanderungsgeschichte könnten nach Ansicht von Alt-Bundespräsident Wulff bei künftigen Wahlen und damit bei der Verteidigung der deutschen Demokratie eine entscheidende Rolle einnehmen.

18.03.2024
    Altbundespraesident Christian Wulff (CDU) in Berlin (Foto vom 16.09.2020). Zehn Jahre nach der heftigen Diskussion um se
    Altbundespraesident Christian Wulff. (Archivbild) (imago images/epd)
    Knapp neun der rund 60 Millionen potenziellen Wähler hätten derzeit eine Migrationsbiografie, erklärte Wulff im bayerischen Tutzing. Würden sie alle für eine einzige Partei stimmen, käme diese auf circa 15 Prozent. Dieses Wählerpotenzial kann aber nach Einschätzung des früheren CDU-Politiker nur genutzt werden, wenn demokratische Parteien Menschen mit einem Migrationsgeschichte ernster nehmen und aktiver ansprechen würden. Wulff führte aus, im Moment mache das nur die AfD, sodass manche Menschen mit ausländischen Wurzeln inzwischen sagten, weil die anderen Parteien sie nie haben wollten, wählten sie jetzt eben die AfD. Wulff sprach von einem perfiden taktischen Spiel, da die AfD programmatisch gegen Migranten sei.
    Diese Nachricht wurde am 16.03.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.