Rückkehrzentren
Amnesty International spricht von "Guantanamo-Idee"

Amnesty International befürchtet eine Verletzung von Menschenrechten in geplanten Rückkehrzentren für abgelehnte Asylbewerber in Drittstaaten außerhalb der EU.

    Das Logo von Amnesty International auf einer transparenten Schild an einer Fassade in Berlin. Es zeigt eine brennende Kerze, die mit Stacheldraht umwickelt ist.
    Das Logo von Amnesty International (IMAGO / epd / IMAGO / Christian Ditsch)
    Die Generalsekretärin der Organisation in Deutschland, Duchrow, sprach von einer "Guantanamo-Idee". Mit den Zentren würden Bereiche geschaffen, in denen kein Recht gelte. Betroffene würden dort inhaftiert, hätten keinerlei Zugang zu Anwälten und lebten unter unmenschlichen Bedingungen. Es komme nicht von ungefähr, dass Gerichte entsprechende Vorstöße anderer Staaten für rechtswidrig erklärt hätten, kritisierte Duchrow.
    Dagegen verteidigte der Staatssekretär im Bundesinnenministerium, Krösser, den Plan von Deutschland und anderen EU-Staaten zur Einrichtung solcher Zentren. Dort müssten internationale Flüchtlings- und Menschenrechte beachtet werden.
    Diese Nachricht wurde am 23.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.