Montag, 28. November 2022

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Angela Koeppen
"Ich habe die Tabletten verteilt"

1979 hat Angela Köppen in der DDR mit dem Leistungssport im Volleyball angefangen. "Ich wurde von der Schule abgeworben, weil ich so groß war." Mit Dopingmittel sei sie ungefähr in der 9. Klasse in Berührung gekommen. "Eine Sportlehrerin hat mir – ich war leider die Doofe – die Mittel übergeben. Und ich war der Verteiler."

Von Marina Schweizer | 03.10.2015

    Aus Disziplin heraus habe sie das gemacht. Die Rede sei von Vitaminen gewesen. "Es waren aber keine Vitamine, es war Doping. "Köppen betonte, man habe ihr ans Herz gelegt, mit manchen Sachen lieber ruhig zu sein und sie nicht laut auszusprechen. Auch beim Arzt durfte sie nichts sagen.
    Porträt Angela Köppen
    Angela Köppen (a)
    Jahrelang habe sie unter einem "Schiefhals" gelitten, einer neurologischen Krankheit, ihren Kopf konnte sie nicht mehr gerade halten. Erst 2011 sei sie operiert worden, weil sie so nicht mehr leben wollte. Danach habe sie einen Schlagfanfall erlitten und sei halbseitig gelähmt gewesen. Als Ursache macht Köppen Doping aus. "Den Startschuss für die Anerkennung als Dopingopfer finde ich ganz wichtig. Da werde ich aber noch einen schweren Weg haben."