
Das teilte Sänger Marian Gold mit. Er spricht von einem Maulkorberlass, den man aus Diktaturen kenne. Eine derartige Einschränkung der Meinungs-, Rede- und Kunstfreiheit auf einem der größten Popfestivals Deutschlands sei absolut untragbar und erschütternd. Die Veranstalter erklärten der dpa, die Band sei darum gebeten worden, politische Äußerungen auf der Bühne zu unterlassen. Darauf habe man sich mit Alphaville nicht einigen können. Deshalb komme es nicht zu dem Auftritt. Das Festival sei komplett unpolitisch, betonten die Organisatoren, ganz egal, in welche politische Richtung eine Äußerung gehe, ob nach rechts, links oder woandershin.
Gold hatte sich zuletzt bei Konzerten deutlich gegen rechtsradikale Tendenzen und für Freiheit, Toleranz und Demokratie eingesetzt. Alphaville hat in den 80er Jahren Weltruhm erlangt mit Hits wie "Big in Japan", "Forever Young" und "Sounds Like a Melody".
Diese Nachricht wurde am 03.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
