Abgeordnetenhauswahl
Antisemitische Songzeilen bei Linken-Wahlkampf in Berlin? Ermittlungsverfahren eingeleitet

Nach dem vielfach kritisierten Auftritt eines Rappers bei einer Wahlkampfveranstaltung der Linken in Berlin-Neukölln ist ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden.

    Fahne der Partei "Die Linke" und palästinensische Flagge bei einer Veranstaltung in Berlin-Neukölln. Auf einem Plakat steht "Stoppt den Krieg. Stoppt den Völkermord".
    Die Haltung der Berliner Linke mit Blick auf den Nahost-Konflikt ist umstritten (Archivbild). (IMAGO / Funke Foto Services)
    Berlins Innensenatorin Spranger sagte, damit solle geklärt werden, ob die Texte des Musikers strafrechtlich relevant seien. Die SPD-Politikerin betonte, dazu müssten Polizei und Staatsanwaltschaft nicht nur den Text und die Begriffe, sondern auch den Gesamtzusammenhang klären. Dabei gehe es auch um die Kunst- und Meinungsfreiheit. 
    Medienberichten zufolge verwendete der Rapper bei seinem Auftritt im Wahlkampf der Linken in Berlin unter anderem die Formulierung "Death to the IDF", auf Deutsch: Tod der israelischen Armee. Zuschauer tanzten und klatschten demnach, die anwesenden Politiker hätten nicht reagiert. Die Berliner Linke-Spitzenkandidatin Eralp sprach anschließend von einer Grenzüberschreitung und forderte Aufklärung.
    Diese Nachricht wurde am 07.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.