Gesundheitsreform
AOK-Bundesverband verteidigt telefonische Krankschreibung

Die Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbands, Reimann, hat die telefonische Krankschreibung gerade in Zeiten von Infektionswellen verteidigt.

    Carola Reimann, Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbands
    Carola Reimann, Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbands (IMAGO / IPON / IMAGO)
    Damit könnten Ansteckungen vermieden und medizinisches Personal geschützt werden, sagte Reimann den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Während der Corona-Zeit habe man keine Veränderung im Krankschreibungsverhalten der Ärzte gesehen, und eine missbräuchliche Nutzung habe man auch nicht feststellen können, betonte Reimann.
    Die Rückkehr zur Pflicht einer Arbeitsunfähigkeits-Bescheinigung ab dem ersten Krankheitstag nannte sie unsinnig. Das würde eine unglaubliche Kapazität binden, die man für die Versorgung nicht zur Verfügung habe, sagte Reimann. Außerdem könnten Arbeitgeber bereits jetzt verlangen, dass Beschäftigte ab dem ersten Tag eine Bescheinigung vorlegen.
    Die schwarz-rote Koalition hat angekündigt, die Möglichkeit zur telefonischen Krankschreibung abzuschaffen und die Pflicht zur Vorlage einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung am ersten Krankheitstag wieder einzuführen.
    Diese Nachricht wurde am 24.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.