Nach Fernsehinterview
Auch dänische Regierung kritisiert Trump-Aussage über angebliche Zurückhaltung von NATO-Truppen während Afghanistan-Einsatz

Nach Großbritannien hat auch Dänemark empört über Äußerungen von US-Präsident Trump zum internationalen Afghanistan-Einsatz reagiert. Trump hatte in einem Interview behauptet, NATO-Truppen hätten sich während des im Jahr 2001 begonnenen Einsatzes von der Front ferngehalten.

    Ein Bild aus dem Jahr 2017 zeigt britische und US-amerikanische Soldaten in Afghanistan. Sie stehen bewaffnet auf einem Feld, im Hintergrund fliegt ein Helikopter.
    Während des NATO-Einsatzes in Afghanistan wurden 457 britische Soldaten getötet - doch US-Präsident Trump spricht von "Zurückhaltung". (imago images / ZUMA Press / Nelvin C. Cepeda via www.imago-images.de)
    Dazu erklärte die dänische Ministerpräsidentin Frederiksen auf Facebook, es sei inakzeptabel, dass Trump das Engagement der verbündeten Soldaten in Afghanistan in Frage stelle. Dänemark sei dort eines der Länder mit den höchsten Verlusten gewesen. Empört äußerte sich auch der dänische Veteranenverband.
    Gestern hatte bereits der britische Premierminister Starmer auf 457 britische Soldaten sowie Militärangehörige anderer Staaten verwiesen, die bei dem Einsatz ihr Leben verloren hätten. Die Worte Trumps empfinde er als "beleidigend und erschreckend".
    Auch das Bundesverteidigungsministerium hatte auf Verluste deutscher Soldaten hingewiesen. Der internationale Einsatz war damals als Reaktion auf die Terroranschläge vom 11. September 2001 in den USA erfolgt.
    Diese Nachricht wurde am 24.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.