EU-Beschluss
Auch Slowakei will gegen Einfuhrstopp für russisches Gas klagen

Nach Ungarn will auch die Slowakei den von der EU beschlossenen Einfuhrstopp für russisches Gas gerichtlich anfechten.

    Der slowakische Premierminister Robert Fico beim Gipfel der Staats- und Regierungschefs der EU in Brüssel. Er geht dynamisch durch den Saal.
    Der slowakische Premierminister Robert Fico (picture alliance / Hans Lucas / Martin Bertrand)
    Ministerpräsident Fico sagte laut dem Nachrichten-Portal "Dennik N", man ⁠wolle dagegen vorgehen, dass der ‌Beschluss mit qualifizierter Mehrheit angenommen worden sei. Zuvor hatte bereits Ungarn eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof gegen das Verbot angekündigt. Beide Länder hatten gestern gegen das Gesetz gestimmt, das ein Ende des Imports von russischem Pipeline-Gas bis Ende September 2027 vorsieht. Ungarn und die Slowakei pflegen trotz des Ukraine-Kriegs engere Beziehungen zu Moskau und beziehen in großem Umfang russische Energielieferungen.
    Die EU will durch den Abbruch der Gasgeschäfte ihrem früheren Hauptlieferanten Russland eine wichtige Einnahmequelle zur Finanzierung des Kriegs gegen die Ukraine entziehen.
    Diese Nachricht wurde am 27.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.