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G20-Treffen
Aufrufe zu mehr Klimaschutz und mehr Engagement gegen Hunger

In Brasilien ist der G20-Gipfel mit Aufrufen zu mehr Klimaschutz und einem stärkeren Engagement gegen Hunger und Armut in der Welt zu Ende gegangen.

    Brasilien, Rio de Janeiro: US-Präsident Joe Biden (l) spricht während des zweiten Tages des G20-Gipfels neben dem indischen Premierminister Narendra Modi.
    US-Präsident Joe Biden auf dem G20-Gipfel in Brasilien (Saul Loeb/Pool AFP/AP/dpa)
    Auch Bundeskanzler Scholz sprach sich für mehr Klimaschutz aus. Die Welt dürfe nicht aufgeben, diese große Menschheitsherausforderung zu bewältigen, sagte der SPD-Politiker vor seiner Abreise aus Rio de Janeiro. Man trage insbesondere Verantwortung für Länder, die unter den Folgen des Klimawandels besonders litten, obwohl sie von den Wohlstandsgewinnen der Globalisierung nicht profitiert hätten. Zuvor hatte der scheidende US-Präsident Biden erklärt, der Klimawandel sei die größte existenzielle Bedrohung für die Menschheit. Brasiliens Präsident Lula da Silva forderte die Schaffung eines Rates für Klimawandel bei den Vereinten Nationen. Dieser solle die verschiedenen Akteure, Prozesse und Mechanismen zusammenführen, die derzeit zersplittert seien, betonte Lula.
    Zu den weiteren Themen zählten die Kriege im Nahen Osten und in der Ukraine. Kanzler Scholz kritisierte, dass die Verantwortung Russlands für den Angriffskrieg gegen die Ukraine nicht deutlich genug in der Abschlusserklärung benannt worden sei. Nach Brasilien übernimmt Südafrika die G20-Präsidentschaft.
    Diese Nachricht wurde am 19.11.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.