
In einem Schreiben von Innenminister Nuñez an die Rundfunk-Aufsichtsbehörde hieß es, ein Auftritt von Fedorova würde bedeuten, ihre Ausweisung und ihre Vermögenssperre zu unterlaufen. Die Regierung wirft Fedorova vor, Propaganda für den Kreml zu verbreiten. Deshalb hatte das Innenministerium Ende Juli ihre Ausweisung angeordnet. Fedorova hatte Frankreich zum Zeitpunkt der Ausweisung bereits verlassen. Sie war Chefin von Russia Today in Frankreich, bevor sie in den Medienkonzern des extrem rechten Milliardärs Bolloré wechselte.
Der Sender CNews, der zum Konzern des rechtsaußen stehenden Geschäftsmanns Vincent Bolloré gehört, hatte Anfang September die baldige Rückkehr der russischen Journalistin per Videokonferenz in seinem Programm angekündigt. Kritiker befürchteten, dass Fedorova insbesondere die französische Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr beeinflussen könnte. Moskau wirft dagegen Paris eine "politische Verfolgung" von Medienschaffenden vor.
Diese Nachricht wurde am 12.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
