Holocaust-Gedenktag
Auschwitz-Überlebender warnt vor zunehmendem Hass

Am 81. Jahrestag der Befreiung des deutschen Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau ist der Opfer des Nationalsozialismus gedacht worden.

    Der Holocaust-Überlebende, Bernard Offen, steht bei einer Gedenkfeier zum Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau hinter einem Rednerpult. Er steht vor menschlichen Puppen, die Häftlingskleidung tragen.
    Der Holocaust-Überlebende Bernard Offen (picture alliance / Anadolu / Jakub Porzycki)
    Bei der Gedenkfeier in Polen warnte der Auschwitz-Überlebende Bernard Offen vor einem zunehmendem Hass in der Gesellschaft. Es gebe derzeit viele Zeichen, die ihm nur allzu bekannt seien, sagte der 96-Jährige. Er habe erlebt, wohin Gleichgültigkeit führen könne. Die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau hatte in diesem Jahr auf Reden von Politikern und Diplomaten verzichtet. Man wolle die Aufmerksamkeit auf die Überlebenden richten.
    Bundespräsident Steinmeier rief anlässlich des heutigen Holocaust-Gedenktages dazu auf, Antisemitismus offen entgegenzutreten. Es seien "Haltung und Handeln" gefragt, sagte Steinmeier dem ARD-Fernsehen. Wenn Antisemitismus auf Straßen, aber auch im privaten Umfeld laut werde, müsse dem widersprochen werden.
    Mit dem Gedenktag wird an die Ermordung von sechs Millionen Jüdinnen und Juden während des Nationalsozialismus erinnert. Am 27. Januar 1945 hatten Soldaten der Roten Armee Auschwitz-Birkenau befreit.
    Diese Nachricht wurde am 27.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.