Tötungen im Gazastreifen
Aussagen von Israels Minister Ben-Gvir lösen in Deutschland Empörung aus - CDU-Politiker Hardt fordert EU-Sanktionen

Die Aussagen des rechtsextremen israelischen Sicherheitsministers Ben-Gvir über gezielte Tötungen im Gazastreifen haben in Deutschland parteiübergreifend Empörung ausgelöst.

    Israels Minister für Nationale Sicherheit, Ben Gvir
    Israels Minister für Nationale Sicherheit, Ben Gvir (picture alliance / newscom / DEBBIE HILL)
    Ben-Gvir hatte in einem Podcast erklärt, er halte Tötungen in Gaza für richtig, und sprach von 30 bis 40 Menschen pro Nacht. Es gebe im Gazastreifen Menschen, die es nicht verdient hätten, zu leben.
    Der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Hardt, bezeichnete die Aussagen als menschenverachtend. Die EU müsse Ben-Gvir mit Sanktionen belegen, sagte der CDU-Politiker dem Deutschlandfunk. Ähnlich äußerten sich die außenpolitischen Sprecher von SPD und Grünen im Bundestag, Ahmetović und Düring. Die Linken-Politikerin Reisner rief die Bundesregierung auf, alle Waffenexporte nach Israel zu stoppen. Zudem müsse das Assoziierungsabkommen zwischen der EU und Israel ausgesetzt werden, sagte Reisner dem Deutschlandfunk.
    Diese Nachricht wurde am 18.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.