Tötungen im Gazastreifen
Aussagen von Israels Minister Ben-Gvir lösen in Deutschland Empörung aus - CDU-Politiker Hardt fordert EU-Sanktionen

Die Aussagen des israelischen Sicherheitsministers Ben-Gvir über gezielte Tötungen im Gazastreifen haben in Deutschland parteiübergreifend Empörung ausgelöst.

    Israels Minister für Nationale Sicherheit, Ben Gvir
    Israels Minister für Nationale Sicherheit, Ben Gvir (picture alliance / newscom / DEBBIE HILL)
    Der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Hardt, sprach von menschenverachtenden Aussagen. Der CDU-Politiker sagte dem Deutschlandfunk, die EU müsse Ben-Gvir mit Sanktionen belegen. Ähnlich äußerten sich die außenpolitischen Sprecher von SPD und Grünen im Bundestag, Ahmetović und Düring. Die Linken-Politikerin Reisner rief die Bundesregierung auf, alle Waffenexporte nach Israel zu stoppen. Der außenpolitischer Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Frohnmaier, sagte dem Portal "Politico", wer die pauschale Tötung von Menschen fordere, die keine unmittelbare Bedrohung darstellten, überschreite eine klare Grenze.
    Ben-Gvir hatte unter anderem gesagt, es gebe im Gazastreifen Menschen, die es nicht verdient hätten, zu leben.
    Diese Nachricht wurde am 18.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.