35 Jahre Weimarer Dreieck
Außenminister Deutschlands, Frankreichs und Polens demonstrieren Schulterschluss gegen russische Bedrohung

Bei ihrem Treffen zum 35-jährigen Bestehen des Weimarer Dreiecks haben die Außenminister Deutschlands, Frankreichs und Polens sich zur Verteidigung der europäischen Freiheit bekannt.

    Johann Wadephul (CDU), Bundesaussenminister, nimmt am Treffen der Aussenminister des Weimarer Dreiecks teil. Hier mit dem franzoesischen Aussenminister Jean-Noel Barrot, und dem polnischen Aussenminister Radoslaw Sikorski, in der Herzogin Anna-Amalia Bibliothek.
    Johann Wadephul beim Weimarer Dreieck (picture alliance / photothek.de / Thomas Imo)
    Bundesaußenminister Wadephul sagte in Weimar, man sei immer bereit zum Dialog mit Russland. Aber zuerst müsse Moskau seinen Aggressionskrieg gegen die Ukraine beenden und Attacken gegen Deutschland und seine Verbündeten unterlassen.
    Der polnische Außenminister Sikorski sagte, man könne kein Business-as-usual mit Russland in anderen Bereichen führen, solange der Kreml seine wahnsinnige kriminelle Idee des Wiederaufbaus des Imperiums nicht aufgegeben habe.
    Frankreichs Außenminister Barrot sagte die Unterstützung seines Landes und der gesamten EU zu. Angriffe auf Polen und Deutschland, wie sie sich bereits ereignet hätten, stellten einen Angriff auf die gesamte Union dar.
    Die drei Politiker würdigten die engen Beziehungen ihrer Länder, die auch von der Zivilgesellschaft mit Leben gefüllt würden. Das Weimarer Dreieck wurde Ende August 1991 vom damaligen Bundesaußenminister Genscher und seinen Kollegen Dumas und Skubiszewski ins Leben gerufen.
    Diese Nachricht wurde am 03.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.