Bundestag
Außenminister Wadephul bedauert weniger Geld für humanitäre Hilfe, SPD-Fraktion will Prüfung des Plans

Bundesaußenminister Wadephul hat im Rahmen der Haushaltswoche die geringeren Ausgaben für die humanitäre Hilfe bedauert.

    Außenminister Johann Wadephul (CDU) spricht in der Generaldebatte im Rahmen der Haushaltsberatungen im Bundestag.
    Außenminister Johann Wadephul im Bundestag (dpa / Christoph Soeder)
    Wadephul sagte, bedauerlicherweise seien die Mittel im Haushaltsplan 2027 erneut reduziert worden. Es bleibe eine ethische Verpflichtung Deutschlands, humanitäre Hilfe zu leisten. Der CDU-Politiker erklärte, die Bekämpfung von Krisen und Not vor Ort sei gut investiertes Geld. Die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion, Möller, will überprüfen, ob die Ausgaben für die humanitäre Hilfe ausreichen. Es sei nicht das richtige Signal, diesen Haushaltstitel zu kürzen.
    Kritik kam auch von der Opposition. Die menschenrechspolitische Sprecherin der Linken, Fey, warf der Bundesregierung vor, die humanitäre Hilfe kaputtzusparen und lieber in das Militär zu investieren. Die Grünen-Abgeordnete Schäfer erklärte, die Bundesregierung kürze etwa bei der humanitären Hilfe - so wörtlich - die Zukunft weg.
    Der Haushaltsentwurf der Bundesregierung für das nächste Jahr sieht für humanitäre Hilfe und Krisenprävention rund 1,4 Milliarden Euro vor. Das ist etwas weniger als in diesem Jahr. In der Generaldebatte am Vormittag hatte es einen Schlagabtausch zwischen der Regierung und der Opposition gegeben.
    Diese Nachricht wurde am 09.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.