
Der CDU-Politiker sagte zum Auftakt seines Besuchs in Tunis, mit Tunesien und Algerien teile man zentrale wirtschaftliche und sicherheitspolitische Anliegen. So müssten etwa die Ursachen von Migration aus den afrikanischen Sahel-Ländern gemeinsam bekämpft werden. Dazu gehöre eine Verbesserung der wirtschaftlichen Situation vor Ort, außerdem müsse Schleuserbanden das Handwerk gelegt werden. Wadephul hatte sich zuvor mit seinem tunesischen Amtskollegen Nafti getroffen.
Zur Bekämpfung der Schleuserkriminalität hatte die Europäische Union 2023 ein Kooperationsabkommen mit Tunesien geschlossen. Menschenrechtsgruppen werfen der EU vor, mit dem autoritär regierten Tunesien "schmutzige Geschäfte" zu machen. Kritikern gehen die Vereinbarungen wiederum nicht weit genug.
Wadephul reist nach Algerien weiter
Außenminister Wadephul reist am Dienstag weiter nach Algerien. Dort soll er von Präsident Tebboune empfangen werden. Algerien gilt als strategischer Partner Deutschlands in der Energiepolitik. Das Land ist einer der wichtigsten Gaslieferanten der EU.
Diese Nachricht wurde am 31.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
