Klimaschutz
Austritt der USA aus Pariser Abkommen in Kraft

Die USA sind offiziell aus dem Pariser Klimaabkommen ausgeschieden. Es ist bereits das zweite Mal, dass US-Präsident Trump diesen Schritt vollzieht.

    Donald Trump sitzt an einem Schreibtisch vor einer US-Fahne im Weißen Haus und unterzeichnet ein Dekret.
    Der von US-Präsident Trump am 20.01.2025 verfügte Austritt der USA aus dem Pariser Klimaabkommen ist vollzogen. (Evan Vucci / AP / dpa / Evan Vucci)
    Vor einem Jahr hatte Trump am ersten Tag seiner zweiten Amtszeit als Präsident der Vereinigten Staaten den Austritt seines Landes aus dem Klimaabkommen von Paris verfügt. Mit der Vereinbarung will die Weltgemeinschaft die Erderwärmung in den Griff bekommen und die schlimmsten Folgen abwenden. Nach Angaben des UNO-Klimasekretariats wird der Schritt nun zum 27. Januar wirksam – genau ein Jahr, nachdem das Schreiben bei den Vereinten Nationen eingegangen war.
    Konkret bedeutet dies, dass sich die USA nicht mehr daran gebunden sehen, Maßnahmen zur Begrenzung der Erderwärmung umzusetzen. Auch bei den internationalen Klimakonferenzen sind sie nicht mehr dabei. Ein weiterer wichtiger Punkt: Mit dem US-Rückzug fehlt sehr viel Geld, das unter anderem für die Unterstützung ärmerer Länder bei Klimaschutzmaßnahmen und bei der Bewältigung von der Klimaerwärmung eingesetzt wird.

    Bloomberg-Stiftung könnte finanzielle Lücke teilweise schließen

    Vor Kurzem hatte der US-Milliardär und ehemalige New Yorker Bürgermeister Bloomberg angekündigt, seine Stiftung Bloomberg Philanthropies werde gemeinsam mit anderen amerikanischen Geldgebern dafür sorgen, dass die Vereinigten Staaten trotzdem ihren Verpflichtungen in der Klimakrise nachkämen. Wie der 82-Jährige mitteilte, gehörte dazu unter anderem, die von der neuen US-Regierung unter Präsident Trump hinterlassene Lücke bei der Finanzierung des UNO-Klimasekretariats zu schließen. Bloomberg ist seit 2018 Klimabeauftragter der Vereinten Nationen. Während Trumps erster Amtszeit hatte er dem Klimasekretariat bereits Millionen Dollar gespendet, als Ausgleich für ausbleibende Zahlungen der US-Regierung. Die USA sind nach China der weltweit zweitgrößte Produzent von Treibhausgasen.

    Kritik von Umweltschutzorganisationen

    Kritik an dem Schritt der USA kommt unter anderem von der Umweltschutzorganisation Greenpeace. Deutschland-Chef Kaiser sagte: "US-Präsident Trump vollzieht mit dem Austritt einen geopolitischen Brandanschlag auf die regelbasierte Weltordnung, nur um mächtigen Wahlkampfhelfern der Öl- und Gasindustrie wieder Tür und Tor zu öffnen. Europa brauche nun "starke Allianzen für den klaren Kurs in Richtung Klimaschutz". Klimaziele dürften nicht infrage gestellt werden.
    Diese Nachricht wurde am 27.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.