Klagenfurt
Bachmann-Preis wird zum 50. Mal verliehen

Am Mittag wird zum 50. Mal der Bachmann-Preis verliehen. Die Jury stimmt im österreichischen Klagenfurt über die deutschsprachigen Texte ab, die zuvor von 14 Autorinnen und Autoren präsentiert und analysiert wurden.

    Zwei rote Strandliegen mit dem Konterfei der Schriftstellerin Ingeborg Bachmann und der Ziffer 100 auf dem Stoff stehen in einem Garten.
    Der Bachmann-Wettbewerb feiert in diesem Jahr Doppeljubiläum: der Preis wird zum 50. Mal verliehen, die Schriftstellerin selbst wäre 100 Jahre alt geworden. (picture alliance / APA-Images / Wolfgang Janich)
    Als eine Favoritin gilt die deutsche Autorin und ehemalige Psychiatriekrankenschwester Lena Schätte. Die Jury nannte ihren Text schonungslos und berührend. Er schildert die Freundschaft zwischen zwei stark übergewichtigen Schülerinnen.
    Ozan Zakariya Keskinkilic beeindruckte die Fachjury mit seiner Erzählung über die komplexe Beziehungswelt eines schwulen Mannes und Vaters, so wie auch Magdalena Schrefel mit ihrer Beschreibung einer Brustkrebserkrankung. Die ungarische Poetin Kinga Toth erhielt ebenfalls viel Lob für ihren musikalisch komponierten Text über Migration, Identität und Wohlstandsgefälle in Europa.
    Der Hauptpreis ist mit 30.000 Euro dotiert. Er erinnert an die österreichische Schriftstellerin Ingeborg Bachmann (1926-1973). Zusätzlich werden vier weitere Preise sowie ein Schreibstipendium vergeben. Das Deutschlandradio stiftet den Deutschlandfunk-Preis in Höhe von 12.500 Euro. Er wurde am Vormittag bereits Ozan Zakariya Keskinkılıç für seinen Text "Vater ohne Sohn" zugesprochen.
    Diese Nachricht wurde am 28.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.