
Der aus Puerto Rico stammende Bad Bunny, der bei den Grammys mehrfach ausgezeichnet wurde, kritisierte auf der Bühne die US-Einwanderungsbehörde ICE. "Bevor ich Gott danke, sage ich: ICE raus!", so der 31-Jährige. Die Gäste im Saal reagierten mit Jubel und langem Applaus. Der Puertoricaner hatte schon zuvor Kritik an Abschiebungen und Razzien geübt und angekündigt, aus Sorge vor ICE-Einsätzen im Rahmen seiner Welttournee vorerst keine Konzerte in den USA zu spielen.
Auch Musikerin Billie Eilish äußerte sich kritisch zur US-Einwanderungspolitik. "So dankbar ich auch bin, ich habe ehrlich gesagt nicht das Bedürfnis, etwas anderes zu sagen als: Niemand ist illegal auf gestohlenem Land", sagte die 24-Jährige und erhielt dafür Jubel und Applaus aus dem Publikum. Eilish gewann in der Kategorie "Song des Jahres" zusammen mit Finneas O'Connell für "Wildflower".
Auszeichnungen unter anderem auch für Kendrick Lamar, Olivia Dean und Lola Young
Weitere Preise gingen an Rapper Kendrick Lamar und SZA für die "Aufnahme des Jahres". Als beste neue Künstlerin wurde Olivia Dean geehrt. Lola Young erhielt einen Grammy als beste Pop Solo Performance, Lady Gaga für die beste "Dance Pop"-Aufnahme. Regisseur Steven Spielberg wurde als Produzent für den "Besten Musikfilm" mit "Music for John Williams" ausgezeichnet. Erstmals in der Geschichte der Grammys ist auch ein K-Pop-Song mit einem der goldenen Grammophone ausgezeichnet worden. Der Titel "Golden" aus dem Netflix-Erfolgsfilm "KPop Demon Hunters" bekam die Ehrung als bester für visuelle Medien geschriebener Song, wie die Veranstalter mitteilten.
Die Grammys, die zu den begehrtesten Musikpreisen der Welt gehören, wurden in diesem Jahr zum 68. Mal verliehen. Rund 13.000 Mitglieder der Recording Academy entscheiden über die Preisträgerinnen und Preisträger.
Diese Nachricht wurde am 02.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
