Sicherheit in Zügen
Baden-Württembergs Verkehrsminister Hermann befürwortet Einführung von Bodycams

Der baden-württembergische Verkehrsminister Hermann hat die geplante Ausstattung der Bahnbeschäftigten mit sogennanten Bodycams begrüßt. Dies sei absolut richtig und erhöhe die Sicherheit, sagte der Grünen-Politiker im Deutschlandfunk. Es sei auch zu überlegen, zusätzlich zu Bild- auch Tonaufnahmen zuzulassen.

    Winfried Hermann, baden-württembergischer Verkehrsminister, sitzt während eines Interviews in seinem Büro im Ministerium.
    Winfried Hermann, baden-württembergischer Verkehrsminister (Grüne) (imago/Lichtgut)
    Einwände von Datenschützern wies Hermann zurück. Dies sei eine Frage, die sich rechtlich lösen lasse. Die Sicherheit der Fahrgäste und des Personals gingen hier vor, erklärte Hermann. Nach dem tödlichen Angriff auf einen Zugbegleiter Anfang Februar hatte die Deutsche Bahn gestern auf einem Sicherheitsgipfel mit Bund und Ländern angekündigt, ihre Schutzmaßnahmen auszuweiten. Dafür sollen ⁠alle Bahn-Mitarbeiter im Kundenkontakt noch in diesem Jahr mit Bodycams ausgerüstet werden. Konzernchefin Palla kündigte zudem an, 200 zusätzliche Beschäftigte im Sicherheitsbereich einzustellen.

    Kritik von Datenschützern

    Datenschützer kritisierten die Pläne der Deutschen Bahn. Die Nutzung von Bodycams stelle einen starken Eingriff in die Grundrechte dar, sagte der für die Bahn zuständige hessische Landesdatenschutzbeauftragte Roßnagel dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Die Video-Aufnahmen seien nur anlassbezogen zulässig und sollten auf das geringstmögliche Maß reduziert sein. Auch die Stiftung Datenschutz kritisierte die Pläne: Mit den Körperkameras steige das Risiko, dass Personen unschuldig ins Fadenkreuz von Ermittlungen gelangten, sagte die wissenschaftliche Stiftungsleiterin Bock.
    Diese Nachricht wurde am 14.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.