
Einwände von Datenschützern wies Hermann zurück. Dies sei eine Frage, die sich rechtlich lösen lasse. Die Sicherheit der Fahrgäste und des Personals gingen hier vor, erklärte Hermann. Nach dem tödlichen Angriff auf einen Zugbegleiter Anfang Februar hatte die Deutsche Bahn gestern auf einem Sicherheitsgipfel mit Bund und Ländern angekündigt, ihre Schutzmaßnahmen auszuweiten. Dafür sollen alle Bahn-Mitarbeiter im Kundenkontakt noch in diesem Jahr mit Bodycams ausgerüstet werden. Konzernchefin Palla kündigte zudem an, 200 zusätzliche Beschäftigte im Sicherheitsbereich einzustellen.
Kritik von Datenschützern
Datenschützer kritisierten die Pläne der Deutschen Bahn. Die Nutzung von Bodycams stelle einen starken Eingriff in die Grundrechte dar, sagte der für die Bahn zuständige hessische Landesdatenschutzbeauftragte Roßnagel dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Die Video-Aufnahmen seien nur anlassbezogen zulässig und sollten auf das geringstmögliche Maß reduziert sein. Auch die Stiftung Datenschutz kritisierte die Pläne: Mit den Körperkameras steige das Risiko, dass Personen unschuldig ins Fadenkreuz von Ermittlungen gelangten, sagte die wissenschaftliche Stiftungsleiterin Bock.
Diese Nachricht wurde am 14.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
