Verkehrspolitik
Bahn will mit Bodycams für mehr Sicherheit sorgen - Kritik von Gewerkschaft EVG

Bund, Länder und Deutsche Bahn wollen für ‌mehr Sicherheit in Zügen ⁠sorgen.

    Ein Bahnmitarbeiter steht vor zwei Regionalzügen und schaut in die Ferne.
    Ein Bahnmitarbeiter steht vor zwei Regionalzügen und schaut in die Ferne. (picture alliance I SZ Photo | Robert Haas)
    Dafür sollen ⁠alle Bahn-Mitarbeiter im Kundenkontakt auf freiwilliger Basis noch in diesem Jahr mit Kameras - sogenannten Bodycams - versorgt werden, wie nach einem Treffen in Berlin mitgeteilt wurde. Konzernchefin Palla kündigte zudem an, 200 zusätzliche Beschäftigte im Sicherheitsbereich einzustellen. Ferner werde die verpflichtende Ausweiskontrolle in Regionalzügen ausgesetzt, da dies immer Potenzial für Konflikte berge.
    Eine von der Eisenbahngewerkschaft EVG geforderte Doppelbesetzung beim Personal in allen Nah- und Regionalverkehrszügen ist nicht geplant. Von Seiten der Länder hieß es, dazu fehlten die finanziellen Mittel. EVG-Chef Burkert kritisierte, Sicherheit dürfe nicht am Geld scheitern. Er forderte eine Sonderkonferenz der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzler Merz.
    Die Bahn hatte den so genannten Sicherheitsgipfel einberufen, nachdem Anfang des Monats ein Zugbegleiter bei der Fahrkartenkontrolle gewaltsam zu Tode gekommen war.
    Diese Nachricht wurde am 13.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.