Port-au-Prince
Bandengewalt in Haiti: Guterres bittet um Verzeihung

UNO-Generalsekretär Guterres hat bei einem Besuch in Haiti ein internationales Versagen bei der Bekämpfung der Bandengewalt in dem Land eingeräumt.

    Menschen in Port-au-Prince flüchten auf Motorrädern, die voll bepackt sind mit ihren Habseligkeiten.
    In Haiti werden immer mehr Menschen durch die extreme Bandengewalt vertrieben (Archivbild). (AFP / CLARENS SIFFROY)
    Guterres sagte in einer Flüchtlingsunterkunft in der Hauptstadt Port-au-Prince, er sei nicht in der Lage gewesen die internationale Gemeinschaft zu mobilisieren. Er bitte deshalb um Verzeihung. Die Welt habe nicht das Recht, den Blick abzuwenden. Im Karibikstaat Haiti sind nach Angaben der Vereinten Nationen allein in diesem Jahr 2.300 Menschen durch Bandengewalt getötet worden. Etwa 1,5 Millionen Menschen sind auf der Flucht.
    Der UNO-Sicherheitsrat hatte im vergangenen September eine neue Mission zur Bekämpfung der Bandenkriminalität in Haiti beschlossen. Von den zugesagten 5.000 Polizisten und Soldaten sind bisher aber nur etwa 1.000 im Einsatz.
    Diese Nachricht wurde am 17.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.