"Genau auf den Punkt"
Bayern-Präsident würdigt Rassismus-Statement von Trainer Vincent Kompany

Der Präsident des FC Bayern München, Herbert Hainer, hat das Statement von Trainer Vincent Kompany zum Thema Rassismus gewürdigt. Kompany hatte in einer zwölfminütigen Stellungnahme auf einen mutmaßlichen Vorfall im Spiel zwischen Benfica Lissabon und Real Madrid reagiert.

    Das Foto von Januar 2026 zeigt Trainer Vincent Kompany (Bayern München) mit Mütze.
    Vincent Kompany hat ein Statement gegen Rassismus im Fußball abgegeben. (dpa / Marcus Brandt)
    Hainer sagte, Kompany sei nicht nur auf dem Platz, sondern auch daneben ein "super Typ". Sein Statement sei intelligent, wohlüberlegt und genau auf den Punkt gewesen. Damit habe er viele aufgerüttelt, aber auch viel Mut gemacht.

    Torjubel und Rassismus-Vorwurf

    Bei dem Champions-League-Spiel in Lissabon hatte der Fußballer Vinicius Junior nach seinem Tor zum 1:0 für Real Madrid exzentrisch gejubelt. Kurz darauf beschwerte er sich beim Schiedsrichter - wegen einer mutmaßlichen rassistischen Äußerung von Gianluca Prestianni von Benfica Lissabon. Vinicius Junior gab an, Prestianni habe ihn als "Affe" bezeichnet. Prestianni bestreitet das. Die UEFA untersucht den Vorfall.

    "Aus Führungsperspektive ein klarer Fehler"

    Bayern-Trainer Kompany sagte zu dem Geschehen, wenn es wahr sei, dass der Benfica-Spieler das so gesagt habe, dann würde er sich wünschen, dass es einen Raum für eine Entschuldigung gebe. Er fügte hinzu, Vinicius Júnior sei als berühmter Spieler im Gegensatz zu vielen anderen schwarzen Fußballern wenigstens in einer Position, dass er eine Stimme habe, um zu protestieren.
    Kompany ging auch den Trainer von Benfica Lissabon, José Mourinho, an. Dieser hatte den Jubel von Vinicius als "respektlos" kritisiert. Kompany sagte, Mourinho habe damit den Charakter des Fußballers attackiert. Er habe die Art, wie dieser juble, gegen ihn verwendet. Zitat: "Für mich ist das aus Führungsperspektive ein klarer Fehler".
    Diese Nachricht wurde am 21.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.