Analyseprogramm "Vera"
Bayern will Polizeisoftware-Vertrag mit Palantir verlängern

Die Polizei in Bayern will vorerst weiter auf die Software des umstrittenen US-Anbieters Palantir setzen.

    Eine Testversion der umstrittenen Polizeisoftware "Vera", die auf der Palantir-Software "Gotham" basiert, ist auf einem Bildschirm im bayerischen Landeskriminalamt zu sehen.
    Bayern setzt weiter auf die umstrittene Polizeisoftware "Vera" (Archivbild) (dpa / Peter Kneffel)
    Das Innenministerium in München teilte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur
    mit, es scheine derzeit erforderlich, den im kommenden April auslaufenden Vertrag für das Analyseprogramm "Vera" um ein Jahr zu verlängern. Man verfolge aber weiter das Ziel, langfristig unabhängiger und digital souveräner zu werden. Daher begleite Bayern aktiv Bestrebungen mit Blick auf deutsche oder europäische Alternativen. 
    Das Analyseprogramm unterstützt Ermittler unter anderem dabei, Verdächtige zu identifizieren und Straftaten aufzuklären. Auch in weiteren Bundesländern wird Palantir-Software genutzt. Datenschützer stören sich daran. Kritiker stoßen sich auch an den politischen Positionen von Mitgründer und Verwaltungsratschef Peter Thiel. Der deutschstämmige Milliardär ist bekannt für libertäre und rechtskonservative Positionen und seine Nähe zu US-Präsident Trump.
    Diese Nachricht wurde am 09.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.