Nordafrika-Exklave
Befürchtungen vor erneutem Massenandrang auf Ceuta bewahrheiten sich bislang nicht

Befürchtungen vor einer erneuten massenhaften Ankunft von Migranten in der spanischen Nordafrika-Exklave Ceuta haben sich bislang nicht bewahrheitet.

    Ein Strand in Ceuta, im Hintergrund der Grenzzaun und eine Barriere im Meer
    Ein Strand in Ceuta, im Hintergrund der Grenzzaun und eine Barriere im Meer (picture alliance / Hans Lucas / Thomas Lukes)
    Trotz Aufrufen in sozialen Netzwerken zu weiteren Grenzübertritten blieb es in Ceuta den Tag über ruhig. Spanien und vor allem Marokko hatten ihre Sicherheitsvorkehrungen wegen der Aufrufe deutlich verstärkt. In der Exklave sind inzwischen 880 Beamte der spanischen Nationalpolizei im Einsatz. Sie werden von 2.000 Soldaten und 700 Mitgliedern der Polizei-Einheit Guardia Civil unterstützt.
    Ende Juli waren nach Schätzungen bis zu 80.000 Migranten nach Ceuta gelangt. Fast 100 Menschen kamen ums Leben; viele von ihnen beim Versuch, die Exklave schwimmend zu erreichen. Hintergrund waren offenbar Berichte in Sozialen Medien, wonach Migranten laut einem Gerichtsurteil nicht abgeschoben werden, wenn sie auf dem Wasserweg spanisches Gebiet erreichen.
    Diese Nachricht wurde am 15.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.