Mindestens 359 Tote
Behörden befürchten erneute Wassermassen nach Sturzflut in Nepal

Für die von der Sturzflut zerstörte Region im Grenzgebiet zwischen Nepal und Tibet warnen mehrere Behörden vor erneuten Wassermassen durch mehrere überfüllte Seen.

    Häuser sind von der Schlammlawine schwer beschädigt, auf der Straße fließt dr Schlamm noch ab.
    Die Behörden in Nepal warnen vor neuen Wassermassen. (AFP / PRAKASH MATHEMA)
    Katastrophenschutzämter aus Nepal und China forderten alle verbliebenen Anwohner in tiefliegende Gebieten sowie Rettungskräfte auf, sich von Flussufern möglichst fernzuhalten. China geht nach Medienberichten davon aus, dass innerhalb der nächsten Tage rund drei Millionen Kubikmeter Wasser in einen ohnehin überlasteten See auf seinem Staatsgebiet fließen werden. Experten befürchten einen Dammbruch.
    Bei der Sturzflut im ‌Grenzgebiet zwischen Nepal und der ⁠chinesischen autonomen Region Tibet kamen mindestens 359 Menschen ums Leben. Mehr als 1.300 werden noch vermisst, darunter zahlreiche Menschen aus Indien. Acht der Vermissten sollen laut unbestätigten Berichten Deutsche sein.
    Die ‌UNO und ihre Partnerorganisationen entsandten Güter und Helfer in die Region. Die USA, Indien und weitere Länder sagten Katastrophenhilfe zu. Auslöser der Sturzflut war nach Einschätzung von Experten ein Gletscherabbruch.
    Diese Nachricht wurde am 27.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.