
Es handele sich um den ersten Fall der für Vögel meist tödlichen Viruserkrankung auf dem australischen Festland. Vorher war es der letzte Kontinent gewesen, auf dem es die Variante noch nicht gab.
Landwirtschaftsministerin Collins erklärte, dass das Virus nun auch Australien erreicht habe, sei zwar enttäuschend, angesichts der weltweiten Ausbreitung der H5-Variante aber erwartbar gewesen. Momentan gebe es noch keine Anzeichen für Infektionen bei Nutztieren. Eine Krisensitzung von Vertretern der Tier- und Landwirtschaftsbehörden sei einberufen worden. Laut Premierminister Albanese will die Regierung Maßnahmen ergreifen, um eine Ausbreitung des Virus einzudämmen.
Sorge um seltene Tierarten
Fachleute äußerten sich besorgt, dass die Vogelgrippe gerade in Australien zum Aussterben seltener Tierarten beitragen könnte. Fast die Hälfte der wildlebenden Vogelarten Australiens und mehr als drei Viertel der Säugetiere kommen ausschließlich dort vor.
Bisher gab es nur einzelne Fälle, bei denen sich Menschen bei Tieren angesteckt haben, zum Beispiel Farmarbeiter auf Rinderfarmen in den USA. Die Betroffenen hatten engen Kontakt zu infizierten Tieren oder deren Ausscheidungen. Zuletzt schätzte das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) das Risiko für eine Übertragung des Virus von Tieren für die allgemeine Bevölkerung als gering ein.
Diese Nachricht wurde am 20.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
