Abgeordnetenhauswahl
Bei Wahl in Berlin liegt die Linke nach erster Hochrechnung vorn

In Berlin hat die Linke die Wahl zum Abgeordnetenhaus nach ersten Hochrechnungen klar gewonnen.

    Anhänger und Parteimitglieder der Partei Die Linke jubeln.
    Jubel auf der Wahlparty der Linken im Abgeordnetenhaus in Berlin (dpa / Sebastian Gollnow)
    Laut infratest dimap kam die Linke mit Spitzenkandidatin Eralp auf 24,8 Prozent der Stimmen, gefolgt von der CDU mit 20 Prozent. Dahinter folgen die AfD mit 15,7, Bündnis 90/Grüne mit 15, die SPD mit 12 und das BSW mit 5 Prozent. Auf die sonstigen Parteien entfielen 7,5 Prozent.
    Berlins Regierender Bürgermeister Wegner war für die CDU nicht mehr angetreten. Die bisherige Regierungskoalition aus CDU und SPD hat keine Mehrheit mehr. Die CDU verlor mehr als 8 Prozentpunkte. Die Linke konnte ihr Ergebnis im Vergleich zur letzten Wahl im Jahr 2023 verdoppeln.
    Die Spitzenkandidatin der Linken, Eralp, kündigte bei der Wahlparty an, Berlin zu verändern. Der Spitzenkandidat der CDU, Evers, sprach von einem durchwachsenen Ergebnis seiner Partei. Sie habe aber ein ordentliches Ergebnis für die Ausgangslage erreicht, so Evers. Die Grünen streben eine rot-grün-rote Koalition an. Die Landesvorsitzenden Stahr und Ghirmai erklärten, sie wollten Verantwortung übernehmen und gemeinsam mit SPD und Linken ein Bündnis für Berlin schmieden.
    Die Spitzenkandidatin der AfD, Brinker, äußerte sich zufrieden über das Ergebnis für ihre Partei. Die Partei habe sich sensationell verbessert und werde eine sehr starke Oppositionsfraktion sein. 
    Die Wahlbeteiligung unter den knapp 2,5 Millionen Wahlberechtigten in Berlin lag bei 75 Prozent. Erstmals durften auch 16- und 17-Jährige ihre Stimme abgeben. Neben dem Abgeordnetenhaus wurden in der Hauptstadt zwölf Bezirksverordnetenversammlungen gewählt.
    Diese Nachricht wurde am 20.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.