
Der Senat nahm die Initiative einstimmig an. Das von Menschenrechtsorganisationen und indigenen Gemeinschaften eingebrachte Gesetz soll vor allem präventive Maßnahmen fördern. Zudem sollen Institutionen zur besseren Begleitung von Opfern geschaffen werden. Konkrete Strafmaßnahmen wurden nicht eingeführt, um zu vermeiden, dass die Praxis im Geheimen weitergeführt wird.
Die Aktivistin Claudia Queragama bedankte sich bei den Abgeordneten. Man leide unter einer sehr komplexen Situation. Die Frauen müssten verstehen, dass man seinen Mädchen keinen Schaden zufügen solle. Queragama, die an dem Gesetz maßgeblich mitwirkte, ist selbst Opfer einer Genitalverstümmelung. Die Praxis gilt als traditionell. Sie ist in Kolumbien unter indigenen Gemeinschaften verbreitet. Nach UNO-Angaben werden weltweit etwa 4,5 Millionen Mädchen jährlich Opfer von Genitalverstümmelung, vor allem in Ländern Afrikas. Die brutale Prozedur reicht von der teilweisen Entfernung der Klitoris bis zum Zunähen der Vaginalöffnung.
Diese Nachricht wurde am 12.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
