Vor DOSB-Entscheidung
Berliner Wahlsiegerin Eralp (Linke) lehnt Olympia-Bewerbung der Hauptstadt ab

Die Linke hat sich auch nach ihrem Sieg bei der Abgeordnetenhauswahl in Berlin gegen eine Olympia-Bewerbung der Hauptstadt ausgesprochen. Spitzenkandidatin Eralp sagte, sie halte die schon jetzt dafür ausgegebenen sechs Millionen Euro für eine Verschwendung von Steuergeldern. Kurz vor der DOSB-Entscheidung wird eine Bewerbung Berlins damit immer unwahrscheinlicher.

    Ein Plakat wirbt für eine Olympia-Bewerbung Berlins.
    Die bisherige Regierung in Berlin war für eine Olympia-Bewerbung der Hauptstadt. (picture alliance / Joko / Joko)
    Sie sehe keinen Vorteil für Berlin, erklärte Eralp. Deswegen habe sich die Linke dagegen entschieden, Olympia zu unterstützen. Sie gehe ohnehin "nicht davon aus, dass Berlin den Zuschlag erhält, weil ja ganz klar ist, dass wir für eine andere Politik stehen." Die Steuergelder brauche Berlin für das Vorgehen gegen die Mietenkrise.
    Am kommenden Samstag wird bei einer Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes in Baden-Baden abgestimmt, welchen Bewerber Deutschland beim Internationalen Olympischen Komitee ins Rennen schickt. Die Berliner Kontrahenten München und Köln/Rhein-Ruhr gelten gegenüber der Hauptstadt als favorisiert, weil sie bei Referenden großen Zuspruch durch die Bevölkerung erhielten. Berlin hat aus verfassungsrechtlichen Gründen keine Bürgerbefragung gestartet. Das Berliner Abgeordnetenhaus um den bisherigen Regierenden Bürgermeister Wegner hatte im Mai mehrheitlich für das Olympiakonzept gestimmt, für eine neue Landesregierung ist dieser Beschluss nicht bindend.
    Diese Nachricht wurde am 22.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.