Volkswagen
Betriebsratschefin Cavallo lehnt betriebsbedingte Kündigungen und Werksschließungen ab

Beim kriselnden Volkswagen-Konzern beginnt heute mit der Betriebsversammlung in Wolfsburg eine Serie von Treffen zwischen Vorstand und Belegschaft.

    Daniela Cavallo spricht vor dem Volkswagenwerk in Wolfsburg.
    VW- Betriebsratschefin Cavallo (picture alliance/ASSOCIATED PRESS/Martin Meissner)
    Die Arbeitnehmervertretung hat dazu geladen. Sie verlangt Klarheit von der Geschäftsleitung im Hinblick auf die angekündigten Sparmaßnahmen. VW-Chef Blume hatte zuletzt einen zusätzlichen Abbau von rund 50.000 Stellen ins Gespräch gebracht. Zudem sollen vier Werke bei Europas größtem Autobauer in Gefahr sein. 
    Betriebsratschefin Cavallo lehnte nach einem Treffen mit dem niedersächsischen Ministerpräsidenten Lies im VW-Werk Hannover betriebsbedingte Entlassungen und Werksschließungen grundsätzlich ab. Ein Zukunftsprogramm könne nicht allein aus Personalabbau, niedrigeren Arbeitskosten und infrage gestellten Standorten bestehen, sagte Cavallo.
    Ministerpräsident Lies forderte, gemeinsam Perspektiven für die Standorte zu entwickeln. Es gehe um mehr als nur Rendite oder Dividende, sagte der SPD-Politiker. Die Sorgen der Beschäftigten und die Bedeutung der Werke für ganze Regionen müssten berücksichtigt werden.
    Diese Nachricht wurde am 25.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.