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Künstliche Intelligenz
Betrugsversuche mit ChatGPT bei Hamburger Abiturprüfungen

In Hamburg hat es während der schriftlichen Abiturprüfungen offenbar vereinzelt Betrugsversuche mit dem Chatbot ChatGPT gegeben.

26.05.2023
    Rechts steht auf einer grünen Tafel mit weißer Kreide Abitur, links davon sitzen Schülerinnen und Schüler in einem Klassenzimmer an Tischen und schreiben.
    In Hamburg gab es beim schriftlichen Abitur offenbar Betrugsversuche mit ChatGPT. (imago / photothek / Ute Grabowsky )
    Wie der NDR berichtete, wurde in mindestens einem Fall ein Schüler von einer aufsichtsführenden Lehrkraft mit einem entsprechenden geöffneten Programm auf seinem Mobiltelefon ertappt. Dieser räumte dies demnach auch ein.
    Die Hamburger Schulbehörde bestätigte dem Sender außerdem einige Verdachtsfälle. Demnach wurden Lehrkräfte bei der Korrektur von Klausuren misstrauisch, weil die Qualität stark schwankte. Einige Abschnitte waren mangelhaft, andere fehlerfrei. Eine Überprüfung mit einer speziellen Software ergab eine hohe Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Texte unter dem Einsatz von Anwendungen Künstlicher Intelligenz (KI) verfasst worden waren.
    In diesen Fällen wird es laut Schulbehörde allerdings schwierig, einen Betrug rechtssicher nachzuweisen, weil die Schüler nicht auf frischer Tat erwischt wurden. Der Vorsitzende der Vereinigung der Hamburger Gymnasialschulleitungen ging dem Bericht zufolge von vereinzelten Fällen aus. Er rechne nicht mit massenhaftem Betrug. Er forderte aber klarere Regeln der Schulbehörde zum Umgang mit KI an Schulen.
    ChatGPT ist ein auf fortschrittlicher KI-Technologie basierendes Chatprogramm des Startups OpenAI, das seit November für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Die Software generiert auf Nutzeranfragen hin in Sekundenschnelle komplexe schriftliche Antworten.