Nach der Sturzflut
Betten und Moskitonetze für 1.000 Familien: "Save the Children" verteilt Hilfsgüter in Katastrophengebiet

Die Organisation "Save the Children" hat trotz erschwerter Bedingungen im Katastrophengebiet an der Grenze zwischen China und Nepal damit begonnen, Hilfsgüter zu verteilen.

    Ein Mann steht am Ufer des Flusses Bhotekoshi und schaut auf die Schäden, die die Flut verursacht hat. Hinter stehen einige Häuser, außerdem eine schlammige Abbruchkante am Flussufer.
    Nach der verheerenden Sturzflut in Nepal werden immer noch Hunderte vermisst. (picture alliance / Sipa USA | JNA PRESS)
    Geschäftsführer Westphal sagte im Deutschlandfunk , der Verkehr sei vielerorts zwar blockiert und die Logistik schwierig. Man habe aber erfahrene Mitarbeiter, und die Koordination mit den Behörden sei geregelt und funktioniere. Man könne in einem ersten Schritt rund 1.000 Familien mit Betten, Moskitonetzen und Haushaltsgegenständen versorgen. Für Kinder richte man Schutz- und Spielräume ein. Viele Kinder seien geschockt von der Katastrophe - vor allem diejenigen, die von ihren Familien getrennt seien. Man habe aber gestern zum Beispiel erste Kinder wieder mit ihren Angehörigen zusammenbringen können, betonte Westphal.
    Bei der Sturzflut am Mittwoch kamen nach jüngsten Angaben rund 590 Menschen ums Leben. Vielen werden noch vermisst, darunter einige Deutsche. Aus Furcht vor einer neuerlichen Flutwelle aus einem neu entstandenen Stausee waren die Such- und Rettungsarbeiten am Freitag stundenlang unterbrochen wochen. Die Suche nach weiteren Überlebenden wird durch zerstörte Straßen und meterhohen Schlamm erschwert.

    Merz kondoliert

    Er habe mit tiefer Betroffenheit von der schweren Flutkatastrophe erfahren, schrieb Merz in seinem Kondolenztelegramm an den Ministerpräsidenten von Nepal, Balendra Shah. Seine Gedanken seien bei den Opfern, ihren Familien und allen Menschen, die durch die Katastrophe ihr Zuhause verloren hätten. In dem Schreiben an Chinas Staatspräsidenten Xi Jinping drückte Merz ebenfalls seine große Bestürzung angesichts des Ausmaßes des Unglücks aus. Seine Gedanken seien in diesen schweren Stunden bei den Opfern und allen von der Katastrophe betroffenen Menschen.

    Aus dem Deutschlandfunk-Programm:

    Viele stehen vor dem Nichts – Überleben und leben nach der Sturzflut in Nepal
    Katastrophe in Nepal: Die Rolle des Klimawandels im Himalaya
    Diese Nachricht wurde am 29.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.