Österreich
Bildungsminister Wiederkehr bekräftigt Pläne für Schulreform - Informatik und KI statt Latein

Der österreichische Bildungsminister Wiederkehr hat seine Pläne zur Reform des Angebots an Schulfächern bekräftigt. Die Pläne sehen unter anderem vor, künftig Informatik und Künstliche Intelligenz sowie Medien und Demokratie zu unterrichten.

    Drei Lehrbücher für den Lateinunterricht liegen auf einem Tisch.
    Lehrbücher für den Lateinunterricht (Symboild) (dpa / picture alliance / Marcel Mettelsiefen)
    Im Gegenzug soll das Angebot bei Latein und anderen Fremdsprachen gekürzt werden. Wiederkehr sagte im Deutschlandfunk, den Schülern solle eine digitale Grundbildung vermittelt werden, um Gefahren durch Soziale Medien und andere Technologien erkennen zu können.
    Dies hat in Österreich zu Diskussionen geführt. So erklärten Kulturschaffende in einem Offenen Brief an den Minister unter anderem, Latein sei kein Sprachunterricht, sondern stehe für das kulturelle Erbe. Die österreichischen Nobelpreisträger Jelinek, Handke und Zeilinger unterstützen eine Petition gegen die Bildungsreform.
    Diese Nachricht wurde am 19.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.