Verband der Augenärzte
Bisher keine Masse an Augenschäden nach Sonnenfinsternis

Die Warnungen vor Augenschäden im Vorfeld der partiellen Sonnenfinsternis über Europa haben nach ersten Einschätzungen von Fachleuten Früchte getragen.

    Die Menschen stehen vor einer Baumgruppe,  tragen schwarze Spezialbrillen und schauen in den Himmel. Ein Mann blickt durch ein riesiges Fernglas.
    Menschen beobachten in der Nähe des Observatoriums Hoher List in Rheinland-Pfalz die partielle Sonnenfinsternis. (picture alliance / dpa / Harald Tittel)
    Christian Richter vom Berufsverband der Augenärztinnen und Augenärzte sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, schwere Verletzungen seien bisher nicht aufgetreten. Die Information der Bevölkerung zu präventiven Schutzmaßnahmen durch die verschiedenen Medien habe offenbar geholfen.
    Laut dem Verband wurden nach der Sonnenfinsternis in den großen Augenkliniken in Deutschland jeweils bis zu maximal 20 Patienten vorstellig, meistens eher im niedrigen einstelligen Bereich. In den Augenarztpraxen seien es keine oder nur vereinzelte Nachfragen gewesen. "Von den Menschen, die sich augenärztlich kontrollieren ließen, hatte ein kleiner Bruchteil tatsächlich eine nachweisbare Schädigung der Netzhaut", so Richter. Es sei allerdings nicht absehbar, wie viele Menschen Veränderungen erst in den nächsten Tagen bemerken würden und dann zur augenärztlichen Kontrolle gingen.
    Bei dem Naturphänomen war am Mittwoch die Sonne von Deutschland aus betrachtet bis zu 90 Prozent vom Mond verdeckt worden. Eine totale Sonnenfinsternis war in Grönland, Island, Spanien und einem kleinen Teil Nordostportugals zu sehen. Im Vorfeld hatten Fachleute immer wieder davor gewarnt, ungeschützt in die Sonne zu schauen. Sie verwiesen auf Schutzbrillen oder Lochkameras.
    Diese Nachricht wurde am 16.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.