14. April 2024
Blick in die Zeitungen von morgen

Sämtliche Zeitungen kommentieren den iranischen Angriff auf Israel. Die NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG schreibt:

14.04.2024
Explosionen im Himmel über Tel Aviv.
Explosionen im Himmel über Tel Aviv: Der Angriff des Iran hat Berichten zufolgen keine großen Schäden angerichtet. (picture alliance / Anadolu / Mostafa Alkharouf)
"Das Ayatollah-Regime hat seine Maske fallen lassen. Bislang führte es Stellvertreterkriege. Jetzt greift es Israel selbst offen an. Ist es größenwahnsinnig geworden? Oder so mächtig, weil es Russland mit Drohnen unterstützt und auch zu China eine Partnerschaft unterhält?"
Die AUGSBURGER ALLGEMEINE schätzt:
"Insgeheim dürfte den Mullahs recht gewesen sein, dass die Attacke lediglich überschaubare Schäden angerichtet hat. Denn die Führer des Irans mögen religiöse Fanatiker sein, zu Kamikaze-Aktionen neigen sie nicht. Über allem steht der Erhalt des Regimes."
Das HANDELSBLATT meint allerdings:
"Unberechenbarkeit ist die Konstante dieses komplexesten Konflikts der Weltpolitik. Entscheidend wird sein, wie Israels Premier Netanjahu reagiert. Besonnenheit gehört nicht zu seinen Stärken."
Und aus diesem Grund, mahnt die LEIPZIGER VOLKSZEITUNG, ...
"... muss man Israel an seine Verantwortung erinnern. Eine Demokratie muss sich an Völkerrecht halten und kann das Vorgehen von einem Schurkenstaat wie dem Iran nicht zum Maßstab ihres Handelns machen."
Nach Ansicht der FRANKFURTER RUNDSCHAU könnte Benjamin Netanjahu ...
" ... zurückhaltend reagieren, weil er sich in dieser Etappe der Auseinandersetzung durchaus als Sieger fühlen kann. Das israelische Abwehrsystem hat fast alle iranischen Geschosse abgewehrt."
Die FREIE PRESSE aus Chemnitz glaubt daran, ...
"... dass es noch funktionierende Gesprächskanäle gibt. Diese Mäßigung ist dringend nötig. Das kann man auch der Reaktion von Bundeskanzler Scholz entnehmen, der betonte: 'Man kann auf diesem Weg nicht weitermachen.'
"Israel hat sich nicht allein verteidigt",
darauf verweist die TAZ.
"Die USA, Großbritannien und Jordanien schossen Drohnen und Raketen ab. Auch Saudi-Arabien soll sich beteiligt haben. Für Israel folgt daraus, hoffentlich, eine Erkenntnis: Seine Verbündeten zu verprellen, weil man den extremen Rechten im Land und ihren Siedlungsfantasien hinterherhechelt, ist eine schlechte Strategie."
Die F.A.Z. verlangt:
"Der Westen sollte nicht zusehen, wie Iran in Putin'scher Manier ein anderes Land aus der Luft beschießt und nebenbei Handelsschiffe kapert."
"Zumindest im übertragenen Sinne sind die iranischen Geschosse auch in Berlin eingeschlagen",
lesen wir in der ALLGEMEINEN ZEITUNG aus Mainz.
"Die Bundesregierung muss sich fragen lassen, warum sie das Regime in Teheran seit Jahren mit Samthandschuhen anfasst. Schon die Reaktionen auf die heldenhaften Demonstrationen für mehr Freiheit, die das Regime blutig niedergeschlagen hat, waren lau."