08. August 2024
Blick in die Zeitungen von morgen

Die Absage der Konzerte von US-Sängerin Taylor Swift in Wien aufgrund von konkreten Anschlagsplänen ist das dominierende Thema auf den Kommentarseiten:

Ein Fan in Wien mit einem Taylor Swift T-Shirt
So schreibt die NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG:
"Für viele Swift-Fans dürfte eine Welt zusammengebrochen sein. Und doch ist es nachvollziehbar, dass der Veranstalter sich zu dem Schritt entschlossen hat."
Die SÜDWEST PRESSE aus Ulm stimmt zu und ergänzt:
"Die Terrorpläne richteten sich nicht gegen den US-Superstar, sondern gegen die westliche Lebensweise, die Islamisten suchten dafür die denkbar größte Bühne. So waren auch die Anschläge auf den Pariser Club Bataclan 2015 und auf das Konzert von Ariana Grande in Manchester 2017 gemeint. Sie trafen ins Herz dessen, was das Leben in Europa ausmacht. Deshalb dürfen wir uns vom Terror nicht einschüchtern lassen."
Die WESTFÄLISCHEN NACHRICHTEN aus Münster weisen darauf hin, dass Islamisten derartige Konzerte ganz bewusst als Anschlagziele auswählen:
"Neben dem sinnlosen Töten geht es immer um Symbolik. Swifts Konzerte sind rekordbrechende inspirierende Phänomene der westlichen Welt, die für eine globale Megakultur aus Freiheit und Lebensfreude stehen."
Die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG beleuchtet den Hintergrund des Ermittlungserfolgs der österreichischen Sicherheitsbehörden:
"Der wäre so nicht möglich gewesen, wenn nicht ein 'ausländischer Dienst' einen entscheidenden Hinweis gegeben hätte. Ausländische Dienste – auf Deutsch gesagt: die Amerikaner – können, was die Österreicher nicht können, weil sie es aus rechtlichen Gründen nicht dürfen."
Die BERLINER MORGENPOST malt sich aus, welche Folgen deartige Anschläge auf Konzerte haben könnten:
"Ein tödlicher Anschlag auf ein Popkonzert mit möglicherweise Hunderten Opfern würde eine Schockwelle auslösen, die nur noch schwer einzudämmen wäre. Die Folge: maximale Alarmstimmung, gerade auch in Deutschland - weil ein islamistischer Anschlag geradezu reflexhaft die Stimmung gegen Zuwanderer im Allgemeinen und Muslime im Besonderen schüren würde."
In der Region Kursk sind ukrainische Einheiten weit auf russisches Territorium vorgestoßen. Dazu schreibt das HANDELSBLATT aus Düsseldorf:
"Wie sehr Putin überrascht wurde, zeigt, dass der russische Präsident den Vorstoß jetzt als 'groß angelegte Provokation' verurteilt. Diese Äußerung des Aggressors, die die Täter-Opfer-Perspektive verkehrt, ist an Zynismus kaum zu überbieten."
Zum Abschluss noch eine Stimme der FREIEN PRESSE aus Chemnitz zum Präsidentschaftswahlkampf in den USA:
"Die Amerikaner haben jetzt nicht mehr bloß die Wahl zwischen zwei unbeliebten alten Männern, sondern eine klare Alternative. Jung gegen Alt. Frau gegen Mann. Aufbruch gegen Rückkehr. Zuversicht gegen Opferkult. Hoffnung gegen Hass. Freude gegen Bitterkeit."