19. Januar 2026
Blick in die Zeitungen von morgen

Kommentiert wird das Verhältnis zwischen Europa und den USA mit Blick auf den Streit um Grönland.

    Ein Schild markiert einen Parkplatz für ein Elektroauto an einer öffentlichen Schnellladesäule.
    Wer ein Elektroauto kauft oder least, kann künftig bis zu 6.000 Euro vom Staat bekommen. (picture alliance / dpa / Julian Stratenschulte)
    "Trump reagiert nur auf Stärke, nie auf Schwäche", schreibt der KÖLNER STADT-ANZEIGER:
    "Dringend nötig ist, dass Europas Politiker und Topmanager beim Weltwirtschaftsforum in Davos selbstbewusst auftreten. Aber niemand sollte sich täuschen: Auf Trump ist kein Verlass. Was auch immer er in Davos vereinbart – es sagt nichts darüber aus, was morgen ist."
    "Um einen Wirtschaftskrieg zu gewinnen, fehlt es der EU an Schlagkraft", findet der MÜNCHNER MERKUR:
    "Erst recht, wenn Trump die militärische Trumpfkarte ausspielt und mit dem Ende der Ukrainehilfe droht. Deutschland steckt in der Rezession, hat sich mit seiner Energiewende selbst ins Aus geschossen und sich mit seiner grün inspirierten Politik technologisch amputiert. Trump riecht diese Schwäche – deshalb greift er so brutal in Grönland an, so wie Putin davor in der Ukraine zugeschlagen hat."
    Die RHEINPFALZ aus Ludwigshafen blickt auf ein Jahr US-Präsidentschaft mit Trump:
    "Trump hat die USA nach seinem Willen umgebaut und lässt die Welt spüren, welche Machtfülle der US-Präsident auf sich vereint. Doch er ist nicht unaufhaltsam. Der Druck kommt von innen, und er wächst. Schon Ende 2025 haben die Republikaner wichtige Gouverneurswahlen an die Demokraten verloren. Dabei zeigt eine Umfrage nach der anderen, wie unzufrieden die US-Amerikaner mit Trump sind. Auch wenn er sich für unantastbar hält: Noch ist Amerika eine Demokratie. Und Wahlen können Machtgefüge ändern."
    Nun zu einem anderen Thema. Die Bundesregierung unterstützt den Kauf neuer Elektroautos rückwirkend zum 1. Januar.
    "Die Elektromobilität in Deutschland braucht einen kräftigen Schub", findet die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG:
    "Bislang ist gerade mal jedes fünfte neu zugelassene Auto ein Elektroauto. Da geht mehr, da muss mehr gehen. Mit ihrer neuen Förderung schieben Union und SPD den Markt jedoch in die falsche Richtung. Statt sich rein auf E-Autos zu konzentrieren, fördern sie auch Plug-in-Hybride und Fahrzeuge mit Range Extender. Das ist inkonsequent und planlos."
    Das STRAUBINGER TAGBLATT kritisiert:
    "Damit die E-Mobilität den Massenmarkt erobert, braucht es keine weiteren Subventionen beim Kauf, sondern faire Strompreise für alle. Eine Deckelung der Netzentgelte für Ladestrom oder eine striktere Regulierung der Roaming-Kosten wäre viel nachhaltiger als jeder Bonusscheck."
    Die NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG mahnt:
    "Solange CSU-Chef Söder und seine Freunde weiter das Hohelied des Verbrenners singen und solange das Tanken von Strom auf den Kilometer gerechnet teurer ist als Sprit, wird es viele Skeptiker und Gegner der Verkehrswende geben. In Jubel wird die Mehrheit ohnehin nicht ausbrechen, wenn die Kaufprämie für maximal 800.000 Fahrzeuge reicht."