26. Januar 2026
Blick in die Zeitungen von morgen

Die Zeitungen kommentieren den Nordsee-Gipfel in Hamburg, auf dem die Anrainerstaaten einen Investitionspakt für Windenergie beschlossen haben.

    Eine blonde Frau mit blauem T-Shirt trägt eine Schutzbrille und baut in einer Werkshalle ein neues Fahrrad zusammen.
    Die Debatte um längere Arbeitszeiten ist im Lauf der Jahre immer wieder neu entbrannt (IMAGO / Sylvio Dittrich)
    Dazu schreibt ND DER TAG:
    "Zusammen mit mehr Speichern für die Wasserstoffgewinnung sind Offshore-Windkraftanlagen eine gute Alternative zu den Dutzenden hochsubventionierten Gaskraftwerken, die Bundeswirtschaftsministerin Reiche in die Landschaft setzen will, um besonders klimaschädliches Fracking-Gas aus den USA zu verbrennen."
    Die STUTTGARTER ZEITUNG notiert:
    "Tatsächlich ist der Ausbau der erneuerbaren Energien die einzig nachhaltige Option für Europa, um Energiesouveränität zu erreichen. Mehr Windräder, Solarpanels und Wasserkraftwerke sind nicht nur gut fürs Klima, sondern auch für Europas Selbstbehauptung in einem zunehmend rauen politischen Umfeld."
    Die LUDWIGSBURGER KREISZEITUNG ist folgender Meinung:
    "Akzeptanz entsteht erst, wenn Anwohner ernsthaft beteiligt werden, Naturräume erhalten bleiben und Tourismusorte nicht im Baustellen- und Anlieferverkehr ersticken. Die politische Aufgabe ist damit klar: Die Nordsee als Energie- und Machtzentrum voranzutreiben, ohne sie zum reinen Nutzraum zu degradieren."
    Themenwechsel. Die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG blickt auf die Debatte über eine Beschränkung des Rechts auf Teilzeitarbeit:
    "Mit seiner Forderung nach einem Ende des 'Rechtsanspruchs auf Lifestyle-Teilzeit' hat der Wirtschaftsflügel der Union einen Nerv getroffen. Die Kritiker sollten sich fragen, ob das Ausmaß ihrer Aufregung der Faktenlage angemessen ist."
    "Der Vorschlag der Mittelstandsvereinigung, das Recht auf Teilzeit einzuschränken, gehört nicht auf einen Parteitag, er gehört in den Papierkorb", findet dagegen der Bremer WESER-KURIER:
    "Und zwar sofort, weil die Grundannahme des Wirtschaftsflügels, Teilzeit diene in größerem Umfang der Befriedigung von Freizeitinteressen, kompletter Unfug ist.
    Der KÖLNER STADT-ANZEIGER führt aus:
    "Man kann durchaus der Meinung sein, dass mehr Frauen, auch Mütter, mehr arbeiten sollten. Aber dafür braucht es keine Verbote. Man könnte einfach die Strukturen verbessern: Kita-Öffnungszeiten an Arbeitszeiten anpassen, Mütter, die mehr arbeiten wollen, steuerlich entlasten."
    Nun noch ein Kommentar zum morgigen Holocaust-Gedenktag. DER TAGESSPIEGEL merkt an:
    "Der Holocaust war kein historischer Unfall, sondern das Ergebnis von Hass, Gleichgültigkeit, staatlicher Gewalt und gesellschaftlichem Wegsehen. Daraus erwächst eine Verantwortung, die nicht im rituellen Gedenken enden darf."