
Die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG fasst die Rede so zusammen:
"In einer Welt, in der rivalisierende Großmächte den Ton angeben, weht ein rauer Wind, aber die europäischen Demokratien sind nicht macht- und schutzlos. Wenn sie selbst mehr für ihre Verteidigung tun, ihre eigene Wettbewerbsfähigkeit verbessern, geschlossen auftreten und weltweit Bündnispartner suchen, haben sie den Bullys in der Welt durchaus etwas entgegenzusetzen."
Der KÖLNER STADT-ANZEIGER lobt :
"Ohne sie auch nur einmal beim Namen zu nennen, hat Merz US-Präsident Trump und Russlands Machthaber Putin die Stirn geboten. So macht man das, wenn man als Europa auch Weltmacht sein möchte."
Die VOLKSSTIMME aus Magdeburg ergänzt:
"Wer hätte noch vor zehn Jahren gedacht, dass ein konservativer deutscher Regierungschef im Parlament von der unverbrüchlichen Freundschaft zu den Vereinigten Staaten Abschied nimmt? Vielleicht aber hätten amerikanische Marines schon Iglus auf Grönland errichtet, wenn die EU nicht ihre Zolldrohungen ausgepackt hätte."
DIE GLOCKE aus Oelde bemerkt:
"Merz verlangte von den Europäern mehr Selbstbewusstsein und eine neue Sprache der Machtpolitik. Grundsätzlich ist das Ansinnen des Kanzlers richtig. Allerdings sind die Abhängigkeiten von den USA immer noch viel zu groß, als dass sich die Europäer bei Konflikten mit der US-Regierung einen allzu konfrontativen Kurs erlauben könnten.“
Und die NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG meint:
"Merz’ Rede markiert den Versuch, Wirtschaftspolitik wieder als Grundlage strategischer Souveränität zu begreifen. Wenn Merz davon spricht, 'die Sprache der Machtpolitik' zu lernen, meint er letztlich: Ohne wirtschaftliche Stärke bleibt Europa stumm."
Russlands Präsident Putin soll nach Angaben von US-Präsident Trump einer einwöchigen Waffenruhe für einige ukrainische Städte zugestimmt haben.
Die RHEIN-NECKAR-ZEITUNG aus Heidelberg schreibt dazu:
"Wenn Donald Trump ein paar Sätze in sein Smartphone hackt, können die Folgen enorm sein. Auf 'Truth Social' entscheidet er über Kriegseinsätze, schüchtert er Gegner ein. Oder er lobt. Gerade eben den russischen Präsidenten Wladimir Putin. Der sei 'sehr nett', weil er versprochen habe, eine Woche lang Kiew und andere ukrainische Städte nicht bombardieren zu lassen. Schließlich ist es ja gerade so kalt. Diese Diktion macht einen schaudern. In der Ukraine geht es nicht ums Frieren, sondern ums Überleben. Putin ist nicht 'nett', er ist ein Kriegsherr. Und er sollte endlich aufhören mit den Bombardements, das Nachbarland zu verheeren. Auch daran arbeitet Trump. Und bei allem Misstrauen gibt es dazu keine realistische Alternative."
