30. Januar 2026
Blick in die Zeitungen von morgen

Die Nominierung von Kevin Warsh als Nachfolger von Fed-Chef Jerome Powell durch US-Präsident Trump ist eines der Themen auf den Kommentarseiten.

    Donald Trump steht vor einer dunkelgrünen Wand und schaut nachträglich zur Seite.
    Die Entscheidung von US-Präsident Trump für die Nachfolge von Fed-Chef Jerome Powell ist ein Thema unserer Presseschau. (picture alliance / Xinhua News Agency / Peng Ziyang)
    Die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG schreibt:
    "Als Warsh zwischen 2006 und 2011 dem Gouverneursrat der Federal Reserve angehörte, galt er noch als geldpolitischer Falke. Inzwischen tritt er allerdings nicht mehr als Falke in Erscheinung, sondern als einer der schärfsten Kritiker der Federal Reserve und ihres Vorsitzenden Powell. Der gelernte Jurist hält inzwischen trotz stattlicher Wachstumsraten Leitzinssenkungen für geboten. Inflationsgefahren sieht er hingegen kaum noch. Trumps Zölle verteidigte der frühere Freihändler ebenfalls",
    fügt die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG an.
    Weil Warsh in einem Interview im Oktober gesagt hat, was der Präsident wolle, sei ja gut für die Wirtschaft, fragt das HANDELSBLATT aus Düsseldorf:
    "Wie wird er sich in seinem neuen Amt entscheiden: Für die Wünsche des Präsidenten – oder für die Stabilität der Märkte?"
    Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran sind Thema im CICERO aus Berlin:
    "Das Risiko einer regionalen Eskalation ist erheblich. Der Iran befindet sich in einer doppelten Krise: einer tiefen Wirtschaftskrise und den massiven Protesten Ende 2025 und Anfang 2026. Gleichzeitig steht das Regime unter militärischem Druck durch Israel und die USA. Unter diesen Bedingungen ist mit deutlich heftigeren iranischen Gegenreaktionen als bei den Angriffen der USA und Israels im vergangenen Jahr zu rechnen",
    so die Einschätzung des CICERO.
    Die AUGSBURGER ALLGEMEINE hofft auf einen Führungswechsel im Iran:
    "Solange dort ein Theokrat wie Ali Chamenei mit seinen Revolutionsgarden herrscht, kann es keine Stabilität in der Region geben und schon gar keinen Frieden."
    Verdi hat für Montag zu Warnstreiks bei kommunalen Verkehrsunternehmen aufgerufen. Dies kommentiert die SÄCHSISCHE ZEITUNG aus Dresden:
    "Die Gewerkschaft will in den Tarifverhandlungen mit allen 16 Bundesländern Druck aufbauen. Das Verständnis der Menschen war bei vergangenen Streiks relativ hoch. Das hat Gründe: Es geht nicht einfach nur um mehr Geld für irgendwas oder irgendwen. Auch hartgesottene Autofahrer wissen, dass es ökologisch sinnvoller ist, Wege in Bus oder Bahn anstatt allein im Pkw zurückzulegen. Und Verdis frühe Streikankündigung ermöglicht es zudem, sich vorzubereiten",
    erklärt die SÄCHSISCHE ZEITUNG.
    Die Vorschläge aus Reihen der Koalition zur Erhöhung der Tabaksteuer sind Thema in der LAUSITZER RUNDSCHAU aus Cottbus:
    "Nichts beeinflusst Raucher mehr als der Preis. Für manche könnte eine solche Erhöhung der Anlass sein, endlich aufzuhören."
    Der REUTLINGER GENERAL-ANZEIGER moniert:
    "Mit jeder Tabak-Steuererhöhung treibt er weitere Menschen auf den Schwarzmarkt und stärkt damit Schattenwirtschaft und organisierte Kriminalität."