01. Februar 2026
Blick in die Zeitungen von morgen

Kommentiert werden die wachsenden Spannungen zwischen dem Iran und den USA.

Eine Zahnärztin untersucht einen männlichen Patienten in einer Zahnarztpraxis mit professionellem Werkzeug und Handschuhen.
Behandlungen beim Zahnarzt sollen die Menschen in Deutschland künftig selbst zahlen - wenn es nach dem CDU-Wirtschaftsrat geht. (dpa / picture alliance / Antonio Gravante)
Die STUTTGARTER ZEITUNG schreibt:
"Das Pokerspiel von US-Präsident Trump und Irans Regimechef Chamenei ist brandgefährlich. Ein Missverständnis oder ein versehentlich abgefeuerter Schuss könnten zur Katastrophe führen."
Die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG analysiert:
"Das Teheraner Regime hat keine guten Optionen. Iran ist zwar kein Venezuela. Dennoch kann der Oberste Führer Chamenei nach den blutig niedergeschlagenen Massenprotesten in seinem Land die von Trump entsandte 'Armada' und dessen Regimewechsel-Drohungen nicht auf die leichte Schulter nehmen. Mit ein paar Kommandosoldaten und Marschflugkörpern ist die iranische Gefahr für Israel, die Region und die Welt jedoch kaum zu beseitigen."
Die VOLKSSTIMME aus Magdeburg hat wenig Hoffnung auf das Ende des Teheraner Regimes:
"Auch bei der letzten großen Volksaufwallung, der Protestwelle gegen die Kopftuchpflicht für Frauen 2022/23, war in der iranischen Diaspora von einem Regimeende binnen Tagen die Rede. Nichts da, die Führung zog die Zügel wieder fest an. Die gefürchteten Revolutionsgarden sind zwar nun auch von der EU mit Terror-Bann belegt worden. Doch würde sich nur etwas ändern, wenn die Truppe die Waffen von sich aus streckt."
Themenwechsel. In Deutschland gehen die Diskussionen um die Gestaltung des Sozialstaates weiter - nun mit Vorschlägen des CDU-Wirtschaftsrates.
Die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG nennt diese "abenteuerlich":
"Die Beschäftigten sollen länger arbeiten, kürzer Arbeitslosengeld bekommen und mehr für die Pflege zahlen. Das wäre eine krasse Lastenverschiebung hin zu den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten und eine Entlastung der eigenen, gut verdienenden Klientel. Das als 'Agenda für die Arbeitnehmer' zu betiteln, ist dreist."
Die LAUSITZER RUNDSCHAU aus Cottbus meint:
"Der Wirtschaftsrat der CDU hat – man muss hinzufügen: mal wieder – angeregt, zahnärztliche Behandlungen komplett aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Kassen zu streichen. Die Linke sieht ärmere Menschen schon vor die Wahl gestellt: 'Füllung beim Zahnarzt oder Mittagessen für die Kinder'. Gut möglich also, dass auch bei diesem Sparvorschlag am Ende gesellschaftliche Aufregung und Spar-Ertrag in keinem günstigen Verhältnis stehen."
Der REUTLINGER GENERAL-ANZEIGER merkt an:
"Zu faul, zu divers, zu krank, zu alt, zu viel Teilzeit: Der einfache Bürger ist die Wurzel allen Übels, an dem der deutsche Staat gerade krankt - zumindest, wenn man die jüngsten Forderungen aus Teilen der CDU hört. Und so einfach wie diese Erkenntnis sind die Lösungen, die mancher CDU-Politiker präsentiert: weniger Krankentage, weniger Rente, weniger Versicherungsleistungen, weniger Geld. Gefühlt wird jede Woche eine andere krude Idee formuliert. Daran merkt man: Es ist Wahlkampf."